Der Anbau von Cannabispflanzen kann für Anfänger oft überwältigend sein. Von der Beleuchtung über das Gießverhalten bis hin zur Düngung gibt es viele Aspekte, die beachtet werden müssen. Ein Bereich, in dem viele Neulinge häufig Fehler machen, ist die Düngung. Hier bietet organische, langsam freisetzende Düngung einen entscheidenden Vorteil gegenüber synthetischen Flüssigdüngern. In diesem Blogbeitrag erklären wir, warum organische Düngung nicht nur die bessere Wahl für Anfänger, sondern auch eine kostengünstige und zeitsparende Lösung ist.
Weniger Überdüngung, gesündere Pflanzen
Ein häufiges Problem bei der Nutzung von synthetischen Flüssigdüngern ist die Gefahr der Überdüngung. Gerade Anfänger neigen dazu, ihren Pflanzen zu viel zu geben, was schnell zu Nährstoffverbrennungen, Wachstumsstörungen und im schlimmsten Fall zu einem Totalverlust führen kann. Organische Düngemittel setzen hingegen ihre Nährstoffe langsam und kontinuierlich frei. Die Pflanze nimmt nur so viel auf, wie sie tatsächlich benötigt, wodurch das Risiko einer Überdüngung deutlich reduziert wird. Das Ergebnis: gesündere Pflanzen mit stabilem Wachstum.
Weniger Aufwand, mehr Zeit für die wichtigen Dinge
Ein weiterer Vorteil der organischen Düngung ist die Zeitersparnis. Während synthetische Flüssigdünger regelmäßig in Wasser aufgelöst und verabreicht werden müssen, reicht es bei organischen Düngern oft aus, diese einmalig in die Erde einzuarbeiten. Die Nährstoffe werden nach und nach freigesetzt, sodass seltener nachgedüngt werden muss.
Diese Zeit können Anfänger nutzen, um sich auf andere wichtige Aspekte des Anbaus zu konzentrieren, wie etwa:
- Pflanzentraining: Methoden wie Low-Stress-Training (LST) oder Topping verbessern den Ertrag und die Qualität der Pflanzen.
- Beleuchtung: Die richtige Lichthöhe und -intensität sind entscheidend für das Wachstum und die Blüte.
- Gießverhalten: Das richtige Gießen ist eine Kunst für sich und essentiell, um Wurzelfäule und andere Probleme zu vermeiden.
Kostengünstig und nachhaltig
Neben den praktischen Vorteilen ist organische Düngung auch deutlich günstiger. Hochwertige synthetische Flüssigdünger können ins Geld gehen, insbesondere wenn sie regelmäßig angewendet werden. Organische Alternativen, wie Kompost, Wurmhumus oder spezielle organische Dünger für Cannabis, sind oft preiswerter und halten länger.
Darüber hinaus ist organische Düngung besser für die Umwelt. Sie fördert die Bodenqualität, unterstützt das Mikrobiom der Erde und schont natürliche Ressourcen.
Synthetische Flüssigdünger: Nur für erfahrene Grower
Das bedeutet nicht, dass synthetische Flüssigdünger grundsätzlich schlecht sind. Sie bieten präzise Kontrolle über die Nährstoffzufuhr und sind bei hydroponischen Systemen unverzichtbar. Allerdings setzen sie ein tiefgehendes Verständnis der Pflanzenbedürfnisse voraus, um Fehler zu vermeiden. Deshalb sollten sie vor allem von erfahrenen Growern genutzt werden, die ihre Pflanzen genau kennen.
Fazit
Organische, langsam freisetzende Düngung ist der perfekte Einstieg für Anfänger im Cannabisanbau. Sie reduziert das Risiko von Überdüngung, spart Zeit und ist kostengünstig. Gleichzeitig sorgt sie für gesunde, widerstandsfähige Pflanzen und lässt den Growern die nötige Freiheit, sich auf andere wichtige Aspekte des Anbaus zu konzentrieren.
Für erfahrene Grower, die maximale Kontrolle suchen oder hydroponisch anbauen, können synthetische Flüssigdünger eine gute Option sein – aber für alle anderen ist die organische Düngung die nachhaltige und unkomplizierte Wahl.
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