Wenn du Cannabis anbaust, ist die Blütephase eine der spannendsten Zeiten. Jetzt beginnt die Pflanze, ihre Blüten zu entwickeln genau das, worauf du monatelang hingearbeitet hast. Doch nicht jede Woche ist gleich wichtig. Besonders entscheidend sind Woche 1, 3, 5, 6 und 8. In diesem Guide erfährst du, worauf du in diesen Phasen achten musst, um am Ende fette, potente Buds zu ernten.
Woche 1: Start der Blütephase
Nach der Umstellung auf einen 12/12 Lichtzyklus setzt sich die Pflanze langsam auf die Blütephase um. In dieser Zeit kannst du erkennen, ob du es mit weiblichen oder männlichen Pflanzen zu tun hast. Erste Härchen oder Pollensäcke sind sichtbar, während die Pflanze beginnt, sich auf die neue Phase einzustellen. Ein kräftiger Wachstumsschub setzt ein, bekannt als Stretch. Jetzt ist auch der ideale Zeitpunkt, um unnötige Triebe und Blätter zu entfernen. Lollipopping, also das Entfernen unterer, lichtarmer Triebe, kann helfen, die Energie gezielt in die oberen Blüten zu lenken. Auch die Nährstoffe solltest du anpassen, denn bald wird die Pflanze mehr Phosphor und Kalium benötigen. Achtung: eine angemessene Zufuhr von Stickstoff ist besonders in dieser Phase entscheidend aufgrund des Stretch in Woche 2-3.
Woche 3: Erste Blütenansätze
In dieser Phase werden die ersten richtigen Blüten sichtbar, während der Stretch langsam endet. Deine Pflanze braucht nun besonders viel Licht idealerweise im Bereich von 800-900 PPFD um die Blütenbildung zu maximieren. Da das Wachstum sich nun verlangsamt, ist dies die letzte Gelegenheit, um überflüssige Blätter und Triebe zu entfernen. Danach solltest du die Pflanze nicht mehr unnötig stressen. Achte darauf, dass deine Lampen richtig eingestellt sind, und halte Luftfeuchtigkeit sowie Temperatur optimal, um eine gesunde Entwicklung der Blüten zu gewährleisten. Um die Lichthöhe korrekt einzustellen Google nach PAR Maps für deine jeweilige Lampe. Nun benötigt deine Pflanze kaum noch Stickstoff wähle daher einen Blüttedünger mit günstigem NPK Verhältnis.
Woche 5-6: Die Buds schwellen an
Jetzt beginnt die spannende Phase, in der deine Buds massiv an Größe und Dichte gewinnen. Die Pflanze befindet sich auf ihrem höchsten Phosphor- und Kaliumverbrauch, während der Bedarf an Stickstoff stark abnimmt. Auch der Lichtbedarf steigt weiter an bis zu 1100 PPFD sind jetzt möglich, solange du kein zusätzliches CO2 zuführst. Die Harzproduktion nimmt ebenfalls zu, was sich an einer klebrigen Schicht auf den Blüten zeigt. Große Blätter, die Buds blockieren, können vorsichtig entfernt werden, allerdings solltest du darauf achten, nicht mehr als 10 % der Gesamtblattmasse zu entfernen. Die Luftfeuchtigkeit muss jetzt besonders gut überwacht werden, da die dichten Blüten anfällig für Schimmel sind.
Woche 8-10: Das Erntefenster
Die letzten Wochen der Blütephase markieren den entscheidenden Moment: das Erntefenster. Die Blütenbildung ist jetzt abgeschlossen, und du wirst kaum noch weiße Härchen sehen. Stattdessen dominieren nun orangefarbene Härchen. Auch die Trichome sind fast vollständig gereift und wechseln in einen milchigen bis bernsteinfarbenen Ton. Die klassische 80/20-Regel besagt, dass etwa 80 % milchige und 20 % bernsteinfarbene Trichome das perfekte Erntezeitfenster für eine ausgewogene Wirkung sind.
Während dieser Zeit beginnt die Pflanze zu „faden“. Sie entzieht den Blättern die letzten Nährstoffe, was sich in einer Veränderung der Blattfarbe zeigt. Viele Sorten nehmen wunderschöne Herbstfarben an, während sie die letzten Reserven aufbrauchen. Während dieser Zeit verbraucht die Pflanze ihre eigenen gespeicherten Nährstoffe, sodass zusätzlicher Dünger nicht mehr notwendig. Bereite dich darauf vor, deine Pflanzen korrekt zu trocknen.
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Fazit
Die Blütephase ist eine der entscheidendsten Zeiten für den Erfolg deiner Ernte. In Woche 1, 3, 5, 6 und 8 hast du die besten Möglichkeiten, aktiv einzugreifen und die Entwicklung deiner Pflanzen zu optimieren. Mit der richtigen Beleuchtung, sorgfältiger Nährstoffversorgung und gezielten Eingriffen kannst du dafür sorgen, dass deine Buds groß, dicht und voller Potenz sind.
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